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Über uns

Wir, die Angehörigen und Nachkommen der Ma’apilim auf dem Hagana-Schiff „Exodus 1947“, werden die Geschichte unserer Eltern, und was unseren Familien zwischen 1946 und 1948 von den Briten angetan wurde, für alle Zeit erinnern und weitererzählen.

Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit ihre Geschichte und ihr Vermächtnis auch in Zukunft von Generation zu Generation weitererzählt wird.

*(Ma’apilim – jüdische Holocaustüberlebende, die trotz der Restriktionen des Britischen Mandats heimlich nach Palästina immigrierten.)

Damit diese Vision und Zielsetzung verwirklicht werden kann, haben wir uns als Freunde, Ma’apilim und Nachkommen der zweiten und dritten Generation zu einem ehrenamtlichen Team zusammengeschlossen und leiten alles dafür Notwendige in die Wege. Aus einer persönlichen Verpflichtung heraus. Jeder von uns bringt so viel Kraft, Zeit und sogar finanzielle Mittel dafür auf, wie er vermag, um so viele Materialien wie möglich aus jeder verfügbaren Quelle zu sammeln. Diese über all die Jahre hinweg geschriebenen, aufgenommenen und gefilmten Materialien sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, insbesondere aber den jungen Menschen künftiger Generationen.

Das Team hat eine Facebook-Gruppe erstellt: Exodus 1947 – 2017. Hier wird mit großem Einsatz nach Internetquellen gesucht, es werden Kontakte zu Institutionen wie der Jewish Agency und der Zionistischen Weltorganisation, zu zionistischen Vereinigungen in Israel und im Ausland geknüpft, sowie zu Ministerien und Museen, die sich mit der Staatsgründung Israels, dem Vermächtnis des Holocaust und der illegalen Immigration befassen. Darüber hinaus initiiert das Team Veranstaltungen und Vorträge für die Öffentlichkeit, aber auch an weiterführenden Schulen, egal ob in religiöser oder säkularer Trägerschaft.

The team will operate an internet site which will concentrate the materials which are discovered every day. The site is interactive and not merely informative .

Das Team betreibt eine Webseite, die sich auf Materialien konzentriert, die täglich neu entdeckt werden. Diese Seite ist nicht nur informativ, sondern gerade auch interaktiv.

Sie ermöglicht den Vertretern der Einwandererfamilien, wo immer sie auch leben, digitalisierte Materialen wie Fotos, Word- oder pdf-Dateien, Videos, Audiodateien etc. hinzuzufügen.

Die Webseite enthält den Navigationspunkt „Familienseiten“, wo Familien die Möglichkeit haben, Materialien zu veröffentlichen, die mit ihrer Familiengeschichte zwischen 1945 und 1949 sowie mit der Einwanderung ihrer Familie in den Jahren rund um die Staatsgründung Israels zu tun haben. Beachten Sie einige Besonderheiten der Webseite www.exodus-1947.com:

  • Die Seite veröffentlicht persönliche Geschichten, die von den Beitragenden selbst erzählt werden. Die Redaktion kann die Details nicht verifizieren. Für alle Geschichten ist der jeweilige Autor persönlich verantwortlich.

  • Inhalte, die nichts mit der Flucht aus Europa, der britischen Blockade oder der Einwanderung nach Israel zu tun haben, werden nicht veröffentlicht.

  • Die Familienseiten sind für alle Besucher der Internetseite voll zugänglich.

  • Die Webseite wird aktualisiert, sobald neue Materialien eingereicht werden.

  • Die Materialien werden nur vom Manager der Webseite hochgeladen.

  • Die Seite enthält eine Suchfunktion, die es ermöglicht, alle Materialien und Referenzen wie Fotos und Namen zu lokalisieren.

  • Bisher enthält diese Seite eine Liste von ungefähr 3.000 Ma’apilim, die sich 1947 auf der Exodus befanden, sowie eine Liste der Kinder, die während der Überfahrt und in den Exodus-Camps in Deutschland geboren wurden.

  • Unser Ziel ist, alle 4.554 Ma’apilim zu erreichen. Daher ist unsere Bitte, dass Sie diese Informationen mit all Ihren Facebook-Freunden teilen. Mit gemeinsamem Einsatz können wir alle Exodus-Familien erreichen, die jene Ereignisse rund um die Flucht aus Europa durchstehen mussten, der britischen Blockade der jüdischen Einwanderung trotzten, und schließlich die Heimkehr nach Israel erlebten.

Schauen Sie sich die Seite unter www.exodus-1947.com selbst an. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Vorschläge unter „Kontakt“.

 

Ihre

Daniel Levy, Manager und Betreiber der Webseite

Itzik Rosman und Cwi Chatkewicz, Redaktion.

Jacob Reiss, Übersetzer, der die Seite ins Englische übersetzt.

Michaela Wedel, Übersetzerin, der die Seite ins Deutsche übersetzt.

Danksagung:

                                                                                                                                                                                          August 2017
 

Ich hätte diese Webseite, die an das Vermächtnis und Heldentum der Exodus-Immigranten erinnern soll, nicht realisieren können, ohne die Erfahrungen meiner Eltern, Hans und Regina (Yohanan und Rivka) Loewy auf ihrem Weg nach Israel nachzuspüren. Ich selbst immigrierte als Embryo im frühen Stadium der Schwangerschaft meiner Mutter. Ich kam im 5. Monat im Leib meiner Mutter in Hamburg an und wurde am 5. Januar 1948 im Flüchtlingslager von Emden geboren, bzw. laut Geburtsurkunde in der Frauenklinik der benachbarten Stadt Aurich.

Zwei Monate bevor ich die Webseite aufzubauen begann, besuchte ich Sète in Südfrankreich, die Stadt, von der aus die President Warfield mit ihren 4554 Passagieren nach Israel auslief. Bei diesem Besuch geschah es wieder. Ich war sehr aufgeregt, weil ich unmittelbar Kontakt mit den französischen Menschen hatte, welche die Immigranten auf ihrem ganzen Weg vom Grenzübertritt nach Frankreich über die Lager rund um Marseille, wo sie auf ihre Ausschiffung warteten, bis hin nach Salon an der Rhone unterstützt, ermutigt und mitfühlend behandelt hatten. Und schließlich stand ich am St. Louis Pier im Hafen von Sète, wo meine Eltern vor 70 Jahren auch gestanden hatten und darum bettelten, an Bord des Schiffes gelassen zu werden, nachdem man ihnen zunächst den Zutritt verweigert hatte. Die Weigerung rührte daher, dass ihre Gruppe, mehrere Teams junger französischer Juden, die als Begleitung für die Lastwagen 200 km von Marseille nach Sète mitgefahren waren, von der illegalen Einwanderungsbehörde nicht für diese Fahrt eingeplant worden waren. Sie waren noch für andere Aufgaben vorgesehen und sollten den illegalen Immigrationsorganisatoren in der Umgebung von Marseille zur Seite stehen. Sie verbrachten den ganzen Tag damit, die Konvoys zum Hafen von Sète zu geleiten und sie an den St. Louis Pier zu bringen, wo die President Warfield vor Anker lag.

Erst gegen 23 Uhr am Abend des 10. Juli 1947, 3 Stunden vor dem Auslaufen, wurden sie an Bord gelassen, als letztes Ehepaar, das zusteigen durfte. Der Kompromiss, der ihnen ermöglichte, schlussendlich an Bord zu gehen, war, dass mein Vater, der mehrere Sprachen fließend beherrschte – Deutsch, Französisch, Englisch, Jiddisch und Hebräisch – als Dolmetscher zwischen dem jüdischen Kommando aus Palästina, vor allem für Ike, Yossi Harel und Azriel Einav Hagideoni, und den Gruppenleitern der Immigranten, angeführt von Mordechai Rosman, eingesetzt würde.

Als meine Eltern später an Bord der Runnymede Park gebracht wurden, auf der sich auch Mordechai Rosman befand, wurde mein Vater als Dolmetscher für den englischen General Gregson ausgewählt, der den Konvoy von Deportationsschiffen, angeführt durch die Runnymede Park, befehligte. Während der Überfahrt von Sète nach Haifa war mein Vater auf der Kommandobrücke der Exodus und führte sein Tagebuch von dieser Warte aus. Mein Vater führte das Tagebuch auch auf der Überfahrt der Runnymede Park nach Hamburg weiter und danach in den Flüchtlingslagern von Pöppendorf und Emden.

Nachdem ich geboren worden war, erfuhren meine Eltern, dass die DPs aus dem Emdener Lager die letzten sein würden, die nach Palästina zurückkehren sollten. Darum verließen sie das Lager 1948 und fuhren mit dem Zug nach Weilheim in das dortige DP-Lager, wo es eine Gruppe von Ma’apilim gab, die auf der Altalena nach Palästina ausgeschifft werden sollten. In Weilheim hinderte man sie daran, an Bord der Altalena zu gehen – diesmal wegen mir. Eltern mit einem vier Monate alten Baby wurden auf der Altalena nicht zugelassen, weil das Schiff die gesamte militärische Ladung, die in Weilheim für die neu gegründete israelische Armee gekauft und gelagert worden war, transportieren sollte. Man ließ sie nicht aufs Schiff.

Meine Eltern erreichten Israel erst im Juni 1949, weil die Mutter meines Vaters in London plötzlich an einem Schlaganfall verstarb. Bevor sie also nach Israel kommen konnten, mussten sie nach London, um den 12jährigen Bruder meines Vaters, Michael, aus dem Waisenhaus zu holen. Sie befürchteten, ihn nicht mehr wiederzufinden, wenn er im Waisenhaus geblieben wäre. Michaels Rettung aus dem Waisenhaus ist eine weitere schwere Episode, die meine Eltern auf ihrem Weg nach Israel durchstehen mussten.

Meine Eltern sprachen nicht viel über ihre lange Reise nach Israel. Zu Hause hörte ich immer nur Fragmente der ganzen Geschichte. Leider starb mein Vater schon vor 15 Jahren an Lungenkrebs. Meine Mutter lebt bei uns und ist mit ihren 90 Jahren immer noch ganz klar. Nach dem Tod meines Vaters erhielt ich seine Tagebücher und die Zusammenfassung der Ereignisse, die er für das Clandestine Immigration and Naval Museum in Haifa aufgenommen und diesem übergeben hatte.

In den vergangenen beiden Jahren habe ich die Geschichte von der Einwanderung meiner Eltern nach Israel im Detail kennengelernt und zu einem Ganzen zusammengesetzt, mithilfe tagelanger Gespräche mit meiner Mutter und folgenden Büchern:

 

Aviva Halamish –“The True Story of the Exodus”,

Bracha Habbas – “The Ship that Won”,

Jacques Derogy – “A new Light on the Exodus Affair”,

                       und “The Law of Return” ( auf Französisch “La Loi du Retour”),

sowie mithilfe der Veröffentlichungen im Internet auf den Webseiten der Palyam, Hagana, des Holocaust Museum in Washington D.C. und anderen.

Die herzerwärmensten Abschnitte, die ich las, waren die persönlichen Geschichten der Ma’apilim und ihrer Familien auf der Facebookseite Exodus 1947-2017, die von Isaac Rosman (Sohn von Mordechai Rosman) und Dr. Zvi Hatkevitz erstellt worden ist.

Ich möchte dem Clandestine Immigration und Naval Museum in Haifa meinen besonderen Dank aussprechen, in dessen Obhut sich das Originalgemälde befindet, das wir als Theme für diese Webseite nutzen. Die Mitarbeitenden des Museums erlaubten uns, das Gemälde abzufotografieren und auf dieser Webseite zu veröffentlichen.

Credits

Das Gemälde zeigt die Exodus im Flutlicht, flankiert von zwei britischen Zerstörern, nachdem sie mindestens einmal von ihnen gerammt worden war. Das Gemälde ist das vom amerikanischen Maler Tom W. Freeman (1953 – 2015) „auserwählte“ Aquarell, mit dem 1997 dem 50. Jahrestag der Exodusfahrt gedacht wurde. Es hat die Maße 57,6 cm x 86,36 cm (23‘‘ x 34‘‘).

TTom W. Freemans offizielle Webseite ist http://www.tomfreemanart.com/biography.html. Weitere seiner wunderbaren Gemälde finden Sie auf dieser Webseite und über Google unter https://goo.gl/cxQyRD

 

IIch möchte auch Jacob Reiss, Übersetzer, meinen besonderen Dank aussprechen, dass er diese Webseite ehrenamtlich ins Englische übersetzt hat.

Mein besonderer Dank gilt auch Michaela Wedel, Übersetzerin, für die freiwillige Mitarbeit und die Übersetzung der Website ins 
Deutsche

Von Daniel Levy, Manager und Betreiber der Webseite                              August 2017.

Monica

Monica Levin – Würdiges Mitglied der Exodus-Familie

Ein paar Tage vor der Exodus-Gedächtnisfeier trafen Itzik Rozman und ich Frau Monica Levin im Dan Carmel Hortel in Haifa. Frau Levin war nach Israel gekommen, um an der Feier zum 70. Jahrestag der Reise der Exodus 1947 nach Israel teilzunehmen.

Es war eine aufregende Begegnung, bei der wir Frau Levin von unseren Aktivitäten im Lenkungskreis rund um die Veranstaltungen zum 70jährigen Jubiläum der Reise der Exodus berichteten.

Monica und ihr Ehemann Norman stellten ihre Aktivitäten in den Vereinigten Staaten und in Israel vor.

Es war wichtig für uns, eine enge Verbindung zu diesem Ehepaar aufzubauen, um die Bedeutung von Monicas Vater Louis S. „Shorty“ Levin für die Exodussaga zu dokumentieren und künftigen Generationen zugänglich zu machen.

Monicas Vater war der Schiffsbesitzer der „President Warfield“ und verkaufte es an die Chinese American Industrial Co., eine Briefkastenfirma, welche die Kaufaktivitäten der Haganah verschleiern sollte.

Präsident Warfield" wurde später die "Exodus 1947.

Obwohl das Programm der Feierlichkeiten schon feststand, sahen wir die besondere Notwendigkeit, das Programm noch einmal zu öffnen und Monica Levin auf die Rednerliste zu setzen.

Monikas Rede wurde von den Zuhörern als erstaunlich und aufregend wahrgenommen und berührte die Herzen der Teilnehmer.

Wir erhielten eine großzügige Spende von Monica mit der Zusage, die Zuwendungen regelmäßig über das Jahr verteilt fortzuführen.

Im Namen der gesamten Exodus-Familie danken wir Monica und Norman herzlich für ihre Unterstützung.

Als verantwortlicher direkter Ansprechpartner für Monica versprach ich ihr, mit ihr in Verbindung zu bleiben und sie über unsere weiteren Pläne für künftige Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten.

 

Von Cwi Chatkewicz

                                                                                                    7 Oct 2017

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